Bitter nötig

Bitterstoffe für unsere Gesundheit

Wer regelmäßig Bitterstoffe zu sich nimmt unterstützt seinen Körper auf vielfältige Weise.

Bitter? Bitte nicht. Das ist leider oft die Reaktion auf diese nicht sehr beliebte Geschmacksrichtung.

Die Lebensmittelindustrie hat unser Geschmacksempfinden in den letzten


Jahrzehnten weg vom Bitteren, hin zu süß und salzig geprägt. Selbst ursprünglich bitteren Lebensmitteln, wie z.B. Endivie oder Chicoree wurde das „Bittere“ weitgehend entzogen.

Und das obwohl in der traditionellen Medizin vieler Kulturkreise den Bitterstoffen ein wichtiger Stellenwert zugesprochen wird. Bereits seit vielen tausend Jahren greifen Heilkundige auf diese Erfahrungen zurück und schreiben den Bitterstoffen einen großen Nutzen für unsere Gesundheit zu, der sich auf unsere Vitalität und letztendlich auch auf unsere Langlebigkeit auswirkt.

Aktivierung des gesamten Verdauungssystems

Denn Bitterstoffe sind eine Wohltat für unseren Körper, da sie den gesamten Verdauungsprozess unterstützen und damit auch alle anderen Körperfunktionen. Nur mit einer gesunden Verdauung können Nährstoffe absorbiert und jede einzelne Zelle optimal versorgt werden.

Sie wirken im gesamten Verdauungssystem, indem sie die Produktion eigener Verdauungssäfte unterstützen. Dies bewirkt, dass die aufgenommene Nahrung leichter verstoffwechselt und wesentlich besser ausgewertet werden kann.

Bitterstoffe entfalten ihre Wirkung genau dann, wenn sie unsere Zunge berühren. Ihr bitterer Geschmack stimuliert Magen, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse, die sofort mit der Sekretion lebensnotwendiger Komponenten des Verdauungssystems beginnen. Gallenflüssigkeit, Magensäfte und Insulin werden so freigesetzt. Zusätzlich wird die Funktion der Leber angeregt, die den Abbau und das Ausscheiden von Giftstoffen zur Aufgabe hat.


Bitter bringt das Immunsystem auf Trab. Dadurch, dass Bitterstoffe die Darmtätigkeit und die Verdauungssäfte anregen, halten sie die Darmwände geschmeidig und die Darmflora gesund. So wird auch das Immunsystem aktiviert und stabilisiert.


Nicht zuletzt macht bitter satt und schützt vor „Überessen“. Nicht umsonst sind viele Aperitifs, die vor dem Essen getrunken werden, oft bitter.


Wo Bitterstoffe vorkommen

Eigentlich sind Bitterstoffe keine richtige Stoffgruppe. Vielmehr fasst der Begriff alle bitter schmeckenden Inhaltsstoffe zusammen. In der Natur kommen Bitterstoffe hauptsächlich in Form von sekundären Pflanzenstoffen vor. Vor allem Wildkräuter, Wurzeln und einige Salatsorten enthalten die wertvollen Bitterstoffe.

Bitterstoffe sind z.B. in Artischockenblättern, Echtem Engelwurz, Löwenzahn, Enzianwurzeln, Kamille, Schafgarbe, Ingwer, Kardamon oder Wermut enthalten. Aber auch in verschiedenen Salaten, wie z.B. Chicoree, Endivie, Radicchio, Feldsalat oder Rucola und in Zitrusfrüchten, wie z.B. Grapefruits oder Zitronen etc.

Ein hochwertiges Bitterstofftonikum enthält verschiedene Arten bitterstoffhaltiger Kräuter.

Dosierung: eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit bzw. nach Packungsbeilage

Probiert es einfach mal aus.




Bild von Annette Meyer, Pixabay

44 Ansichten

Birgit Dechant Heilprakikerin | D- Bonhoeffer Str. 30 | 10407 Berlin | 030 559  52 766

  • Instagram